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nachdem ich einige male hier vergeblich versucht habe einzuloggen und auch meine x-masw?nsche nicht wirklich abrufbar sind, n?tze ich schnell die chance und st?rze mich auf einen neuen eintrag...

in DIE ZEIT habe ich eine rezension von IRIS RADISCH gefunden, die mich sehr neugierig auf ZYGMUNT HAUPT macht und seine erz?hlungen aus einer versunkenen zeit, die erst jetzt nach 40 jahren der erstver?ffentlichung ins deutsche ?bersetzt wurden. interessant auch RADISCH?s bemerkungen bez. des kanons, in den sich HAUPTs werk nicht einordnen l?sst...


Zygmunt Haupt: Ein Ring aus Papier

Erz?hlungen; aus dem Polnischen und mit einem Nachwort von Esther Kinsky; mit einem Essay von Andrzej Stasiuk; Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 2003; 346 S., 24,90

(c) DIE ZEIT 31.12.2003 Nr.2
6.1.04 21:42


KINDERGEDICHT

Die Nacht ein getupftes Huhn im Korb des Dunkels
Legt nur ein einziges Ei
Die weissliche Schale bleibt noch lange liegen
wenn die hungrige Sonne das Eigelb geschl?rft hat

FRANTISEK HALAS (1901 - 1949)

aus dem tschechischen von felix philipp ingold


und ein radiofeature :

Ich kehre dorthin zur?ck... Frantisek Halas und sein Kunstadt

[08-11-2003] Autor: Marketa Maurova
8.1.04 17:52


DAHEIM & DANEBEN, WO SCHRIFTSTELLER ZU HAUSE SIND, hg. von GUNHILD K?BLER, dtv, m?nchen 2001

ein wunderbares schmales b?ndchen zum immerwiederhineinlesen und geniessen...

und extra f?r ILONA ein h?ppchen daraus von LARS GUSTAFSSON: MEIN COMPUTER:

LARS GUSTAFSSON greift auf GOETHEs "urph?nomen" zur?ck: "Das gestattet uns, von den urspr?nglichen Landschaften zu sprechen, den Landschaften jenseits aller Landschaften. Die uns gelehrt haben, unsere innere Topografie zu formen.
Ein eigent?mliches Ph?nomen, bedingt durch die moderne Informationstechnik, ist die Entstehung eines Raums, der weder in die Geografie noch in den Traum geh?rt.
Eine typische derartige Landschaft, e i n e H e i m a t, wenn man so will, ist der gro?e, r?umlich organisierte Komplex, der sich in meinem Computer befindet. Nat?rlich ist es nicht das Ger?t, das die Heimat ist ... "Mein Reich ist nicht von dieser Welt" sind Worte, die mir spontan in den Sinn kommen. ...
Ich kann meine Heimat in der Tasche herumtragen, sie per Post oder Telefon verschicken. ...
Der innere Computer ist sozusagen eine bewegliche Heimat. Aber diese Heimat besitzt ihre eigene r?umliche Struktur, sie hat Stra?en und Pl?tze und sogar Verbindungswege, die unendlich tief in eine gr??ere Landschaft hineinreichen. Mit anderen Worten: Meine - sicherlich zeittypische - Erfahrung ist, dass R ? u m l i c h k e i t heute ein viel komplexerer Begriff geworden ist als fr?her. Und eine Reihe von archaischen Vorstellungen (beispielsweise die Erfahrung der Schamanen, dass es Zust?nde gibt, in denen man seinen eigenen K?rper zu Hause l?sst und mit der Psyche reist) stellen sich mittlerweile als ganz nat?rlich dar. ...
Rilkes Vorstellung, dass die Welt langsam, aber unaufhaltsam ihre materiellen Eigenschafen verliert, um daf?r geistig zu werden, ist auf seltsame Art dabei, sich zu verwirklichen. ...
Wie sieht meine raumlose Heimatstadt aus? "Ph?nomenologisch" - wie man sagt? Fest steht, dass sie ein Zentrum und eine Peripherie hat. Das Zentrum besteht eigentlich aus zwei gro?en Bezirken. Der eine hei?t T e x t e, und der andere hei?t B i l d e r. ...
B?cher und Papiere haben eine Eigenheit: Sie lassen beispielsweise Romane und Gedichte materieller erscheinen, als sie es tats?chlich sind. Wo befinden sich Shakespeares Sonette? In B?chern? Im Ged?chtnis der Menschen? Ein Streifzug durch die Textmassen meines Heimatstadt-Computers reicht v?llig aus, um mich - wenigstens f?r eine Weile - von derlei Illusionen zu befreien. Vielleicht, weil es so viele Varianten von fast allem gibt. B?cher sind illusorische Anordnungen, illusorischer als Computerdateien, weil sie uns weismachen wollen, es g?be so etwas wie einen endg?ltig etablierten Text. Jeder Bibel?bersetzer, jeder Platon-Forscher wei?, dass das nicht der Fall ist. Der Text gefriert nie zu Eis. Aber er tut so, als ob. ...
[Mein Computer] ist nach seiner innersten Natur eine friedliche und kontemplative Einrichtung, ein Treibhaus, in dem die B?cher still unter dem wei? gestrichenen Glasdach wachsen." s. 143 ff

aus dem schwedischen von VERENA REICHEL
10.1.04 12:05


"Meine K?che bin ich. Seit dem Schweizer Wurstsalat am 3. Juni 1975. Den Schweizer Wurstsalat hatte ich aus Yverdon von Madame V. Von Madame V. hatte ich auch Stendhal, zwei B?nde, "Le Rouge et Le Noir". Ein Band mit Goldschnitt. Sp?ter kam noch vom selben Autor "?ber die Liebe" dazu. Von Madame V. hatte ich auch romanische Bauten und barocke Orgelkonzerte sowie K?sesouffles und Chicoree mit Schinken. Sie arbeitete in einem Verlag. Wenn sie abends heimkam, ging sie in die K?che. Die K?che war ihr Zimmer. Aber sie war gener?s: Sie wollte kein Zimmer f?r sich allein. Ich war Gast. Ich durfte auch in die K?che. Sogar helfen durfte ich. Daher der Schweizer Wurstsalat. ...
Wo meine K?che ist, bin ich auch. ...
Ich schloss die fremde Wohnung auf, sah mich um und wusste: Die K?che war wieder da. Der K?hlschrank funktionierte nicht; der Herd bestand aus zwei elektrischen Platten, der Tisch war ein ungeschliffenes Brett auf zwei B?cken. Mein Verrat hatte sie besch?digt, aber nicht zerst?ren k?nnen. Stendhal stand im Regal. Wir hatten uns wieder.
Seitdem sind wir eine Menge herumgekommen in der Welt. Manchmal ging es st?rmisch zu in der K?che: als das Kind auf der Welt war und br?llte und nirgendwo einschlief als zwischen K?hlschrank und Herd, weil am Tisch das Leben war, das sich nicht kaputtmachen lassen wollte.
Inzwischen steht ein Olivenbaum vor dem K?chenfenster, und am K?chentisch tobt immer noch das Leben: Fische werden gebraten, Biologiearbeiten drohen und demn?chst ein Abitur, die Freiheit lockt, Stendhal und die Liebe dr?ngen. Ewigkeit und Kleinfamilie. Da braucht es eine gro?e Portion Schweizer Wurstsalat. Eine K?che. Vielleicht aber auch ein Motorrad." s. 138 ff

BIRGIT VANDERBEKE, MEINE K?CHE aus: DAHEIM & DANEBEN, WO SCHRIFTSTELLER ZUHAUSE SIND, hg. von gundhild k?bler, dtv, m?nchen 2001

gewidmet: AMA, eindeutig!
12.1.04 15:18


beim sonntagmorgendlichen "bl?ttern" entdeckt:

british blog awards 2003

The best of British blogging

The Guardian's second British blog awards found the country's webloggers in fine form, with last year's high standards maintained. Simon Waldman, chair of the judges, hands out the accolades

Thursday December 18, 2003

Guardian Unlimited Special Reports
18.1.04 10:52





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